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 | Glaslexikon |
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Unsere Internetseite hat lediglich Informationscharakter, wir sind natürlich bemüht stets aktuell und fachlich korrekt zu informieren.
A
Ist der Anteil der Strahlung, z.B. von der Sonne, der im Glas verbleibt und die Scheibe aufheizt. Eingefärbte
Gläser absorbieren mehr als normales helles Glas. Zusätzliche Beschichtungen können je nach Aufbau mehr oder weniger absorbieren. Es gilt immer der
Zusammenhang, dass die Summe der Anteile von Absorption, Transmission und Reflexion gleich 100% oder 1 sind.
Meist ein Metallhohlprofil (Edelstahl, Aluminium), das die beiden Scheiben eines Isolierglases auf dem gewünschten Abstand hält. Im Abstandhalter
ist auch das Trockenmittel untergebracht. Siehe auch: Isolierglas.
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Gegossenes oder extrudiertes «Kunststoffglas» auf Acrylbasis. Mechanisch bearbeitbar (sägen, bohren, fräsen usw.),
vergilbt unter UV-Einstrahlung. Acrylglas hat eine geringe Oberflächenhärte (kratzempfindlich).
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Das vollkommen neuartige Produkt Pilkington Activ™ ist ein Glas mit selbstreinigenden Eigenschaften. Die Glasoberfläche ist mit einer
dauerhaften witterungsbeständigen pyrolytischen Beschichtung versehen. Sie ist farbneutral und gewährleistet eine klar-transparente Durchsicht.
Pilkington Activ™ ist von einer herkömmlichen Floatscheibe optisch kaum zu unterscheiden. Die Lichtreflexion nach aussen ist leicht erhöht.
Die selbstreinigende Wirkung (der stets zur Witterungsseite zugewandten Beschichtung) ist die Folge zweier Effekte:
- Die auf die beschichtete Glasoberfläche auftreffende UV-Strahlung wird absorbiert und bewirkt eine chemische Reaktion mit den auf der
Glasoberfläche befindlichen organischen Verschmutzungen (fotokatalytischer Effekt). Hierbei wirkt die TiO2-Beschichtung als Katalysator für die
chemische Reaktion zwischen dem Wasser und den Ablagerungen, die sich nachher leichter von der Glasoberfläche lösen.
- Die Beschichtung bewirkt darüber hinaus, dass sich Feuchtigkeit, wie z.B. auftreffender Regen, zu einem
gleichmässigen Wasserfilm auf der Oberfläche verteilt (hydrophile Wirkung der Beschichtung), da die Oberflächenspannung des Wassers herabgesetzt
wird. Es bilden sich keine Wassertropfen wie auf einer unbeschichteten Glasoberfläche, die beim Verdunsten zu typischen Flecken führen. Der
Wasserfilm hingegen trägt beim Ablaufen die Schmutzpartikel mit weg; die Reste des Wassers verdunsten schnell. Das Glas bietet nach dem Regen eine
klare Durchsicht.
Weitere Informationen finden sie unter: Activ Glas.
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Aneinanderhaften zweier verschiedener Stoffe.
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Flachglas mit eingelegten feinen Drähten, die beim Glasbruch reissen und Alarm auslösen.
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VSG, mit mehrfachen Folien bzw. Glasaufbau, das einer gewaltsamen
Einwirkung einen bestimmten Widerstand entgegensetzt.
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Optischer Effekt bei Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG). Die bei ESG auftretenden Spannungszonen können zu einer Doppelbrechung des Lichts
führen, was durch das Auftreten farbiger Ringe sichtbar werden kann. Deutlich erkennbar werden Anisotropien unter polarisiertem Licht oder zwischen
zwei Polarisationsfiltern.
Es handelt sich hierbei um einen optischen Effekt, die an thermisch vorgespannten Scheiben
(ESG/TVG) auftreten können. Einscheiben-Sicherheitsglas
(ESG) und teilvorgespanntes Glas (TVG) werden durch einen speziellen thermischen Prozess vorgespannt. Dieser Herstellprozess erzeugt Spannungszonen im
Glas, die unter polarisiertem Licht zu Doppelbrechungen führen. Bei Betrachtung des vorgespannten Glases unter bestimmten Lichtverhältnissen können
Polarisationsfelder sichtbar werden, die sich als Muster bemerkbar machen. Dieser Effekt ist für ESG
bzw. TVG charakteristisch und physikalisch bedingt. Das natürliche
Tageslicht enthält je nach Wetter oder Tageszeit einen mehr oder weniger hohen Anteil polarisierten Lichts. Das Auftreten dieses Effektes ist kein
rügefähiger Mangel.
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Bezeichnung für nach alter traditioneller Herstellungsweise produziertes Glas. Dieses Glas hat unterschiedliche Dicken, Formate und Grössen mit
unterschiedlicher Blasenbildung im Glas (eingelagerte Luft). Jede hergestellte Scheibe (max.
ca. 800 × 1000 mm) ist zur vorhergehenden anders. Die Einsatzgebiete liegen heute
hauptsächlich in dekorativen Bleiverglasungen, Restaurierungen von alten Verglasungen und im Kirchenbau.
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Siehe unter Refloglas.
Füllung bei Wärmeschutz-Isoliergläser. Isoliergläser erhalten zur Verbesserung des U-Wertes im Scheibenzwischenraum statt einer Luftfüllung eine
Argon-Füllung. (Füllgrad ca. 90%) Der U-Wert verbessert sich dadurch im Verhältnis zur Luftfüllung um ca. 0,3 W/m²k.
Siehe auch: Isolierglas.
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Angriff der Glasoberfläche durch flusssäurehaltige Lösungen. Die entstehende Glasoberfläche besitzt ein mattes Erscheinungsbild. Durch die
Oberflächenvergrösserung erhöhte Anfälligkeit für Verschmutzung. Geätzte Gläser werden häufig als Sichtschutzgläser eingesetzt.
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B
Beim Biegen einer Verglasung wird die eine Seite verdichtet und die andere Seite gedehnt. Die Biegebruchfestigkeit liegt in der Grössenordnung
von
- 40 MPa (N/mm²) bei normalem Floatglas
- 120 bis 200 MPa (N/mm²) bei vorgespanntem Glas
Die hohe Festigkeit von vorgespanntem Glas beruht auf hoher Druckspannung an den Oberflächen und Zugspannung im Inneren.
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Das selbstreinigende SGG BIOCLEAN ist ein photokatalytisches Glas mit einer Beschichtung aus Titandioxid.
Siehe auch: SGG Bioclean.
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Einfassung von Gläsern mittels verlöteter Bleiruten. Hauptsächlich für Glasmalerei und Kunstverglasung.
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Trübende altersbedingte Zersetzungserscheinung, meist einer auf der Glasoberfläche aufgebrachten Schicht (Spiegel). Bei Isolierglas entsteht das
Erblinden häufig durch das Undichtwerden des Randverbundes. Siehe auch: Isolierglas.
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Sind in fast jedem Durchmesser möglich, in der Regel ab 4–6 mm. Die Bohrungen können für Sonderanwendungen innen
geschliffen und poliert sein. Bei Sicherheitsglas sind Mindestabstände zu beachten.
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Borsäurehaltiges Glas mit hoher Beständigkeit gegen chemische Einflüsse und Temperaturunterschiede, bevorzugtes Laborglas.
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Brandschutz wird in der Schweiz auf kantonaler Ebene geregelt. Die Kantone ihrerseits können die Brandaufsicht an die Gemeinden delegieren. Die
Brandschutzbehörden legen die Brandschutzanforderungen in den Bauten fest und kontrollieren deren Einhaltung. Dachorganisation der
Brandschutzbehörden ist die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen VKF. Sie vereinheitlicht die Brandschutzvorschriften und gibt entsprechende
Empfehlungen an die Kantone weiter.
Brandschutzverglasungen werden je nach Norm folgendermassen unterteilt:
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VKF Brandschutznorm CH
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Rauch- und flammendichtRGE
DIN 4102 Teil 13 D, A
Rauch- und flammendicht mit thermischer IsolationFF
EN 1364-1 CH, Europa (EU)
Rauch- und flammendicht mit thermischer IsolationFF
Beweglich wie Türen und ToreTTEI
Ein Brandschutzglas kann seine Funktion als raumabschliessendes Bauteil nur als Teil eines ganzen Systems erfüllen. Die Verglasung muss deshalb so
verbaut werden, wie sie geprüft wurde. Die Einbauvorschrift mit dem beschriebenen Montageablauf ist genau einzuhalten. Jede Abweichung von der
geprüften Ausführung muss von den zuständigen Organen durch eine Zulassung im Einzelfall genehmigt werden. Um die zuverlässige Funktion von
Brandschutzgläsern zu garantieren, dürfen diese weder nachbearbeitet werden noch Kratzer oder Beschädigungen an den Oberflächen und Kanten aufweisen.
Mundgeblasene und geschleuderte, runde Glasscheibe mit einem Durchmesser von 5 – 15 cm. Wird als
Bleiverglasung eingesetzt (Butzenfenster, Butzenglas).
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D
Schalldruck, der entsprechend der Frequenz nach der Bewertungskurve A (DIN 45 633) bewertet wird.
Diese Kurve berücksichtigt, dass die empfundene Lautstärke von der Frequenz (Tonhöhe) abhängt. Auch Masseinheit für Schallpegel
dB(A). Entspricht angenähert den Phon-Werten bei 1000 Hz.
Aufgrund des logarithmischen Massstabs bewirkt eine Verbesserung der Schalldämmung von 10 dB eine Halbierung
der Lärmbelästigung.
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Quotient aus Masse und Volumen. Einheit: kg/m³
Floatglas besitzt eine Dichte von 2,5 × 10³ kg/m³
(Drahtglas ca. 2,6 × 10³ kg/m³).
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Drahtglas wird hergestellt, indem in die heisse Glasmasse mittels einer Eindruckswalze ein Drahtgeflecht, das an den Kreuzungspunkten
verschweisst ist, eingedrückt wird. Dieses Drahtgitter hält im Falle eines Bruches die Scheibenteile zusammen und verhindert somit grössere
Verletzungsgefahren. Drahtglas ist kein Sicherheitsglas! Überkopfverglasungen mit Drahtglas dürfen nach Vorschrift nur noch in allseitig
gehaltenen Rahmen und die kleine Spannweite darf nicht grösser als 600 mm sein.
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Drahtspiegelglas ist ein Drahtglas, dessen Oberflächen beidseitig plangeschliffen und poliert werden. Im Gegensatz zu Drahtglas ist
Drahtspiegelglas klar durchsichtig, hat aber die gleichen physikalischen Eigenschaften.
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Floatglas hat eine Druckfestigkeit von 700 bis 900 N/mm².
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Bei der Beschussprüfung wird mit entsprechenden Waffen und Munitionen auf das Glas geschossen, um zu überprüfen, inwieweit kein Durchschuss
erfolgt. Gleichzeitig wird noch getestet, ob bei nicht erfolgtem Durchschuss auf der Rückseite Splitter abgehen oder nicht. Es gilt hierfür die Norm
SIA 331.511 gleichlautend mit EN 1063. Die Durchschusshemmung wird festgelegt in den Klassen C1 bis C5.
Die Funktion des Glases kann aber nur dann erreicht werden, wenn auch der Rahmen, in den das Glas eingebaut ist, die gleichen Anforderungen
erfüllt. Dies gilt auch für die Befestigung. Häufig stellt man nach gewaltsamen Einbrüchen fest, dass das Glas zwar seine Funktion erfüllt hat, aber
der Rahmen und die Verankerung im Mauerwerk nicht den gleichen Anforderungen entsprachen. Auch hier gilt: Eine Kette ist nur so stark wie ihr
schwächstes Glied.
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E
Die Sicherheitsstufen für die Durchbruch- und Einbruchhemmung finden Sie in SIA 331.501 gleichlautend mit EN 356 und in der SIGaB Dokumentation
«Sicherheit mit Glas – VERGLASUNGEN – Durchschuss-, Durchbruch-, Einbruch- und Explosionshemmend».
Die Prüfung zur Einstufung der Verbundsicherheitsgläser erfolgt für die Durchwurfhemmung durch einen
Kugelfalltest. Dieser ergibt die Möglichkeit, Glaskombinationen aufzubauen, bei einem Angriff mit einfachen stumpfen Werkzeugen einen hohen Widerstand
zu erreichen. Glaskombinationen werden eingeteilt in den Klassen nach SIA 331.501 gleichlautend mit EN 356, P1 A bis P5 A.
Die Einbruchhemmung wird mit der Axt getestet, wobei hier das Ziel ist, möglichst viel Schläge zu benötigen, um ein Loch von
40 × 40 cm in das Glas zu schlagen. Die Einstufung der Einbruchhemmung finden Sie auch in der SIA 331.501. Es gilt,
Widerstand gegen einen Angriff mit Schneidewerkzeugen zu erreichen. Glaskombinationen nach dieser Testmethode werden eingeteilt in die Widerstandsklassen
P6 B bis P8 B, nach SIA 331.501.
Die Funktion des Glases kann aber nur dann erreicht werden, wenn auch der Rahmen, in den das Glas eingebaut ist, die gleichen Anforderungen erfüllt.
Dies gilt auch für die Befestigung. Häufig stellt man nach gewaltsamen Einbrüchen fest, dass das Glas zwar seine Funktion erfüllt hat, aber der Rahmen
und die Verankerung im Mauerwerk nicht den gleichen Anforderungen entsprach. Auch hier gilt: Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. In
der Dokumentation SIGaB «Sicherheit mit Glas – VERGLASUNGEN – Durchschuss-, Durchbruch-, Einbruch- und
Explosionshemmend» finden Sie auch Hinweise zum Thema Glas und Rahmen für Einbruchhemmung und deren Einstufung nach den neusten Normen.
Auch als ESG bezeichnet, ist ein Floatglas oder ein Gussglas, das in einem Ofen auf über 600°C aufgeheizt und danach
schlagartig wieder abgekühlt wird. Dabei wird nahezu der Transformationspunkt des Glases erreicht, d.h. das Glas ist
nahe an seinem Erweichungspunkt. Während des Kühlprozesses erkaltet die Oberfläche schneller als der Glaskern. Die Oberfläche zieht sich zusammen,
während der Glaskern noch heiss bleibt. In ihm entstehen Zugspannungen während die Oberfläche unter Druckspannung steht.

ESG hat eine höhere Biegebruchfestigkeit als Floatglas, da bei Biegung die eingebrachten
Druckspannungen erst überwunden werden müssen. Wird Einscheiben-Sicherheitsglas überlastet, bricht es und zerfällt in kleine, stumpfkantige Glaskrümel
(siehe Bruchbild).

Nach dem Vorspannprozess kann ESG nicht
weiter beabeitet werden, weil dadurch die gleichbleibende Spannungsverteilung gestört und das ESG
sofort zu Bruch gehen würde. Sämtliche Bearbeitungen wie z.B. Bohrungen, Ausschnitte, Kantenbearbeitungen, müssen
vor dem Härteprozess angebracht werden. Oberflächenbehandlungen wie Ätzen oder Sandstrahlen (mattieren), sind nachträglich möglich.
Anwendungen:
- Bauten für sportliche Nutzung
Turn-, Sport-, Mehrzweck-, Tennishallen
- Schulhäuser und Kindergärten
- Vermeidung von Verletzungen bei Glasbruch
- Höherer Widerstand gegen Schlag- und Stossbeanspruchung
- Überkopfverglasungen
Schutz gegen Hagelschlag und herunterfallende Gegenstände. Bei Isoliergläsern im Überkopfbereich wird die äussere Scheibe in ESG ausgeführt.
- Wohn- und Geschäftsbereich
Türen, Treppengeländer, Trennwände, Ganzglasanlagen, Duschverglasungen, Küchenrückwände, Balkon- und Sitzplatzverglasungen
- Ganzglasfassaden (Structural Glazing)
- Fahrzeugbereich
Seiten- und Heckscheiben von Autos, Baumaschinen, Eisenbahnen, Seilbahnkabinen, Traktoren
- Maschinenindustrie
Abdeckgläser, Schaugläser, Abschrankungen
- Kombination mit anderen Gläsern
ESG kann zu Verbundsicherheitsglas (VSG) verarbeitet werden. ESG kann mit einer Wärmeschutz- oder Sonnenschutzschicht versehen werden. Ebenfalls kann ESG zu einem Isolierglas verarbeitet werden.
Mit Metalloxiden eingefärbter Glasfluss; wird als ölvermischtes Pulver auf das zu dekorierende Glas aufgetragen und anschliessend aufgeschmolzen.
Einseitig mit einer Emaillefarbe überzogenes ESG. Die Beschichtung ist eingebrannt und dadurch
abriebfest.
Das Alleinverkaufsrecht aller DIN- und EN-Normen liegt bei:
Beuth Verlag GmbH 10772 Berlin Telefon: (0 30) 26 01 - 22 60 Telefax: (0 30) 26 01 - 12 60
www.beuth.de
Siehe: Refloglas.
Temperaturbereich bei dem der Erweichungspunkt einer Glasschmelze liegt. Auch Glasbildungstemperatur Tg genannt. Tg von Floatglas liegt bei etwa
520°C.
Abkürzung für Einscheiben-Sicherheitsglas.
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F
Kante mit einem von 90° abweichenden Winkel.
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Kein chinesisch fu-sing, sondern fachchinesisch = Technik, um verschieden farbige Gläser miteinander zu verschmelzen. Hier sind Türscheiben,
Schalen, fast alle Anwendungen möglich.
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G
Glaskonstruktionen, deren Scheibenkanten ganz oder teilweise rahmenlos gehalten sind.
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Ganzglas-Türe mit oder ohne umlaufendem Rahmenprofil. Sie werden aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) hergestellt.
Durch Erhitzen im Biegeofen gebogenes Flachglas (meist ESG).
Anschrägung der Glaskante im entsprechenden Winkel. Gehrungen können rodiert oder poliert sein.
Kanten, die zur Glasoberfläche einen Winkel von 45° bilden.
Der g-Wert gibt an, wieviel Energie von der auftreffenden Sonnenstrahlung durch die Verglasung ins Rauminnere gelangt. Er setzt sich aus zwei
Teilen zusammen, aus der direkten Strahlungstransmission und der sekundären Wärmeabgabe.
Schnittkante mit gebrochenen Kantenrändern. Keine Bearbeitung der Schnittfläche. Siehe auch: Kantenbearbeitung.
Glasfaserverstärkter Kunststoff, z.B. im Karosserie- und Öltankbau oder für Hochsprungstäbe.
Giessharzscheiben sind zwei durch ein Giessharz verklebte Scheiben. Einsatzbereiche sind Sicherheitsgläser, Schallschutzgläser. Eine Einfärbung des
Giessharzes ist möglich.
Auffüllen eines Models mit geschmolzenem Glas.
Glas ist ein nicht kristalliner, anorganischer Schmelzwerkstoff, der zunehmend als Konstruktionswerkstoff in gewissem Masse als tragendes Element
eingesetzt wird. Der Zustand von Glas ist der einer unterkühlten Flüssigkeit, die ohne zu kristallisieren erstarrt ist.
Hauptbestandteile von Glas sind Quarzsand, Kalk und Soda, alles natürliche Rohstoffe. Durch Veränderung der Zusammensetzung der Bestandteile
erhält man je nach Verwendungszweck Gläser mit besonderen Eigenschaften, wie beispielsweise Gläser mit geringer Wärmeausdehnung, mit verschiedenen
Brechungs- und Refraktionsindizes, sowie mit verschiedenen Farben und Oberflächenhärten. Im Allgemeinen weist Glas auf Zug und Druck gute
Festigkeitseigenschaften auf, ist aber im Gegensatz zu anderen Baustoffen sehr spröde. D.h. Glas kann lokale
Spannungsspitzen nicht durch Plastizieren (Verformen, Nachgeben) abbauen. Es kann somit zu einem plötzlichem Versagen, Bruch kommen.
Die Festigkeit, das Tragverhalten von Glas, inbesondere die Biegezugfestigkeit, ist abhängig von:
- der Zusammensetzung der Materialbestandteile.
- der Oberflächenbeschaffenheit: Form, Grösse.
- Art und Dauer der Belastung.
- Umgebungsbedingungen wie Temperaturänderungen, Feuchtigkeit, mechanischen und chemischen Einwirkungen.
Die hauptsächlichsten Materialien für die Herstellung von Flachglas sind Quarzsand, Kalk und Soda, alles Rohstoffe, die in der Natur in ausreichendem
Masse verfügbar sind. Da Glas aus natürlichen Rohstoffen besteht, entstehen bei der Entsorgung keine Probleme. Altglas wird schon heute in grossen
Mengen der Wiederverwertung zugeführt.
Seit Anfang der 60er Jahre wird Glas, welches im Hochbau eingesetzt wird, nach dem Floatverfahren hergestellt. Das Produkt heisst Floatglas, ein
Glas von hoher Qualität mit weitgehend verzerrungsfreier Durchsicht.
Was ist Glas?
Glas ist ein anorganisches Schmelzprodukt, das im Wesentlichen ohne Kristallisation erstarrt. Im thermodynamischen Sinne ist Glas eine eingefrorene,
unterkühlte Flüssigkeit.
Spezifisches Gewicht 2,5 g/cm³
Das spezifische Gewicht dient zur Errechnung des Glasgewichtes.
Beispiel: 1 Glasplatte von 1 mm Dicke und einer Oberfläche von 1,0 m² ist 2,5
kg schwer.
1 Glasplatte von 6 mm Dicke und einer Oberfläche von 1,0 m² wiegt demzufolge
(6 × 2,5 kg × 1,0 m²) = 15,00 kg.
Elastizitätsmodul (E-Modul) ca. 70 000 N/mm²
Die Elastizität beschreibt die Fähigkeit eines festen Materials, seine ursprüngliche Gestalt wieder anzunehmen, wenn eine zuvor angebrachte Last
nicht mehr vorhanden ist. Eine starke Dehnung bewirkt bei den meisten Materialien, dass sich an das elastische Verhalten bald eine bleibende
plastische Verformung anschliesst. Bei Glas fehlt jedes plastische Verhalten. Wenn seine Elastizitätsgrenze erreicht ist, bricht Glas. Das E-Modul
von Glas entspricht in etwa der von Aluminium.
Druckfestigkeit 700–900 N/mm²
Druckbelastungen dürfen nicht verwechselt werden mit den auf die Scheibenflächen wirkenden Wind- und Schneedrücken. Diese führen zu
Biegezugbelastungen.
Ritzhärte nach Mohs 5–6 Glas liegt in der Skala der Härtegrade zwischen Feldspat und Quarz.
Biegefestigkeit 30 N/mm² (Rechenwert)
Die Biegefestigkeit ist einer der wichtigsten technischen Werte bei der Glasdimensionierung. Verschiedene Einflüsse wie
z.B. Schnee- und Winddruck führen bei Glas zu erhöhter Biegezugsspannung. Die Biegefestigkeit kann durch
thermisches Vorspannen (Härten) auf 50 N/mm² erhöht werden. Gläser mit Drahtnetzeinlage (Drahtglas, Drahtspiegelglas) haben eine verminderte
Biegefestigkeit (ca. 20 N/mm²), brechen also unter Flächenbelastung schneller als Floatglas.
Ausdehnungskoeffizient 9 × 10-6/K
Beispiel mit leicht gerundetem Wert: Eine Glastafel von 1 m Länge wird um 50°C erwärmt. Sie
dehnt sich um 0,5 mm aus. Aluminium hat einen um 2,5 × grösseren Ausdehnungskoeffizienten.
U-Wert Der Wärmedurchgangskoeffizient von Floatglas beträgt 5,8 W/m² K. Der Wärmedurchgangswert spielt bei der Beurteilung
der Isolationsfähigkeit, bzw. der Wärmedämmung eines Stoffes oder Baukörpers eine enorme Rolle. Ein tiefer
k-Wert bedeutet: Höhere Isolationsfähigkeit und damit geringerer Wärmeverlust.
Temperaturwechselbeständigkeit 40 K
Unter Temperaturwechselbeständigkeit versteht man die Fähigkeit, einem schroffen Temperaturwechsel zu widerstehen. Kurzzeitige Temperaturdifferenzen
von 40 K führen zu keinen gefährlichen Spannungen im Glas. Heizkörper sollten jedoch mindestens 30 cm von der
Verglasung entfernt angeordnet werden.
Erweichungstemperatur ca. 600°C
Glas ist ein spröder Werkstoff und zeichnet sich dadurch aus, dass es bei Überbelastung direkt bricht. Es hat keine Streckgrenze wie
z.B. Metall.
Glas ist sehr widerstandsfähig gegen Belastungen, die Druckspannungen erzeugen, jedoch nicht gegen solche, die zu Zugspannungen führen.
Zugspannungen können durch verschiedene Belastungen entstehen. Trifft z.B. Wind auf eine eingebaute Glasscheibe,
entstehen an der dem Wind abgewandten Oberfläche Zugspannungen, dagegen Druckspannungen an der vorderen, dem Wind zugewandten Oberfläche.
Bei Erwärmung einer Glasscheibe dehnt sie sich aus. Ist die Glasscheibe in einen Rahmen eingebaut, wird die Kante abgedeckt und bleibt trotz
Sonnenbestrahlung kalt. Es entsteht somit von der warmen Glasfläche ein Temperaturgefälle zur kalten Kante. An ihr entstehen dadurch Zugspannungen,
die bei Überschreiten des Grenzwertes zum Bruch führen können. Deshalb sollen Scheiben nicht durch z.B. direkt
hinter der Verglasung angeordnete Möbelstücke oder durch dunkle Beklebungen «aufgeheizt» werden. Sie führen zu einer erhöhten Absorption
im Glas, während die Kante kalt bleibt.
Nach einem Glasbruch lässt sich die Ursache nur dann ermitteln, wenn z.B. die Glasfläche von einem Stein
getroffen wurde oder andere mechanische Beschädigungen direkt feststellbar sind.
Meist aber bricht die Scheibe von der Kante her. Im Rahmen ist sie verdeckt. Der Verlauf ausserhalb des Kantenbereiches kann Hinweise geben, aber
nicht die tatsächliche Ursache zeigen. Erst wenn die Kante und damit der Ausgangspunkt selbst betrachtet werden kann, ist es überhaupt möglich, aus
Lage und Verlauf des Bruches an dieser Stelle tatsächlich auf die Ursache zu schliessen. Der Verlauf des Bruches ausserhalb des Ursprunges folgt den
Spannungen im Glas, die sich z.B. durch Temperatur und Belastung ergeben. Der Scheibenzwischenraum einer
Isolierglaseinheit ist z.B. hermetisch abgeschlossen. Je nach barometrischem äusseren Luftdruck sind die Scheiben
belastet, d.h. im Glas sind Spannungen. Solchen folgt dann der Bruch, wenn er einmal ausgelöst wurde. Aus dem Verlauf
ausserhalb des Bruchursprunges allein auf die Bruchursache zu schliessen, ist nicht möglich. Es kann nur Hinweise geben aber nicht mehr.
Zur tatsächlichen Feststellung der Bruchursache muss der Ausgangspunkt des Bruches analysiert werden.
Glas ist weder brennbar noch entflammbar und kann daher auch keinen Rauch entwickeln. Glas hat eine homogene, glatte Oberfläche, ist leicht zu
reinigen und daher hoch hygienisch. Glas hat eine hohe chemische Resistenz, ist beständig gegen die meisten Säuren und Laugen, ist wasserunlöslich
und weitgehend korrosionsbeständig.
Glas nimmt keine Feuchtigkeit auf und gibt keine Feuchtigkeit ab. Es kann daher weder quellen noch schwinden noch sich werfen. Einmal in die Form
gebracht, erfährt Glas keine Formveränderung. Gegen Frost und Lufttemperatur ist Glas unempfindlich.
Glas erleidet keine Farbveränderung, es kann weder vergilben noch eintrüben. Glas nimmt weder Geruch auf noch gibt es Geruch ab. Glas ist ein
modernes Baumaterial mit grosser Tradition und noch grösserer Zukunft. Siehe auch: Glas.
Herstellung von Floatglas
60% Ouarzsand, 19% Soda, 15% Dolomit (Kalk) und 6% weitere Rohstoffe werden nach Rezeptur gewogen und gemischt. Zur Verbesserung des Schmelzvorganges
werden dem Gemisch ca. 20% saubere Glasscherben beigegeben. Diese Rohstoffe gelangen als Gemenge in den Schmelzofen, und
werden dort mit einer Temperatur von ca. 1550°C geschmolzen. Das flüssige Glas wird dem
Floatbad aus flüssigem Zinn zugeleitet. Auf dem geschmolzenen Zinn «floatet» die Glasmasse in Form
eines endlosen Bandes. Infolge der Oberflächenspannung des Glases und der planen Oberfläche des Zinnbades bildet sich ein planparalleles
verzerrungsfreies Glasband von hoher optischer Qualität. Im Kühltunnel und im anschliessenden offenen Rollengang wird das Glasband kontinuierlich von
600 auf 60K abgekühlt und anschliessend zu Glastafeln von 600 × 321 cm zugeschnitten.
Material von homogenem, teils glasigem, teils kristallinem Aufbau mit besonders geringer oder gar keiner Wärmedehnung und deshalb hoher Hitze- und
Temperaturschockbeständigkeit. Siehe auch: Hitzebeständige Gläser.
Hohles Eisenrohr von 100 bis 150 cm Länge mit erweitertem Ende zur Aufnahme von Glasschmelze an der einen und
Mundstück für den Glasbläser an der anderen Seite.
Gerät zum Schneiden von Glas. Eigentlich ist der Begriff falsch, da das Glas nur geritzt und dann gebrochen wird. Früher wurde zum Ritzen ein
Diamant verwendet, heute sind es Stahlrädchen.
Grünliche Einfärbung von Kalk-Natron-Silicatgläsern, hervorgerufen durch geringe Mengen von Eisenoxid in den natürlichen Rohstoffen. Kein rügbarer
Mangel.
Gegossenes und gewalztes Flachglas, das nicht klar durchsichtig ist.
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